Über mich

Ü

Hallo, mein Name ist Jasmin, ich lebe in Hamburg & Berlin und arbeite unter anderem als Journalistin und freie Autorin. Ich werde Menschen ehrenamtlich beim Sterben und Trauern begleiten. Auf diesem Blog möchte ich über das Leben, Sterben und Trauern sprechen und Erfahrungen aus meiner ehrenamtlichen Arbeit und Ausbildung teilen.

Der Tod als Thema – aber wieso denn nur?

Schon länger beschäftige ich mich im ehrenamtlichen Bereich mit dem Schwerpunkt “Tod von Kindern”. Das ist ein Thema, das bei den meisten Leuten erst einmal auf erschrockene Ablehnung stößt. “Tod” und “Kinder” sind zwei Dinge, die unglaublich gegensätzlich und unfassbar schrecklich wirken und als ich mich noch nicht damit befasst habe, jagte es mir allein bei dem Gedanken kalte Schauer den Rücken.

Ich fotografiere ehrenamtlich Sternenkinder. Das sind Kinder, die noch im Bauch der Mutter oder bei/kurz nach der Geburt sterben. Anfangs dachte ich: Da gehe ich hin, mache die Fotos, gehe wieder. Die Realität sieht aber anders aus – ich verbringe oft viele Stunden bei den Eltern. Sie vertrauen mir ihre Sorgen und Nöte an, doch dann muss ich sie irgendwann immer zurücklassen. Das möchte ich so nicht mehr hinnehmen, ich möchte sie und andere Familien weiter begleiten, die Hände, die nach meiner Hand greifen, nicht mehr loslassen müssen. Deshalb durchlaufe ich gerade mehrere Ausbildungen zum Thema Trauer, Sterben und Psychotherapie, mache Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt auf Familien und Kindern. Geschehen soll das alles weiterhin ehrenamtlich – weder die Sterbenden, noch die Familien sollen dafür zahlen.

Hast du Angst vorm Tod?

Oh Gott, ja. Noch ein Grund mehr, mich intensiver mit dem Sterben auseinanderzusetzen. Schließlich sterbe ich auch irgendwann und alle Menschen, die ich kenne, werden dieses Schicksal ebenfalls teilen. Umso besser, wenn man vorbereitet ist, oder? Die Auseinandersetzung mit dem Thema baut diese Angst bei mir immer mehr ab – das tut mir gut und denen, die ich künftig begleiten werde. Das bedeutet nicht, dass ich mich den ganzen Tag nur mit dem Tod befasse – ich halte es eher so: Einfach auf Sichtweite fahren, ab und zu rübernicken, aber trotzdem Abstand wahren ;).

Und wieso der Blog?

Der Blog ist für mich die Übung für den Ernstfall. Leben ist ja schließlich irgendwie auch Sterben, nur blende ich das gerne aus. Das soll ab sofort anders werden, und diesen Prozess halte ich hier im Blog fest. Ihr könnt mir also zusehen, wie ich selbst das Sterben übe und dies auch mit anderen Menschen gemeinsam mache.

Presse

Wenn du Infos für deine Berichterstattung brauchst, findest du hier Infos auf meiner Presse-Seite.


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