Ein Blog über das Leben, das Sterben und alles, was dazu gehört.

Ich habe eine schlechte Nachricht für dich: Du wirst sterben. Ich übrigens auch, genau so wie mein Hund, mein Hamster und meine Topfpflanze am Fenster, die ich zugegebenermaßen mal wieder gießen könnte. Das macht natürlich Angst – und deshalb schreibe ich, Jasmin Schreiber, diesen Blog. Damit wir uns das Sterben anschauen und zumindest erahnen können, was uns alle erwartet.





Leben

Alles rund um das Thema Leben und Lebensfreude.
Ehrenamt – weil es allein einfach nicht geht.

Ehrenamt – weil es allein einfach nicht geht.

Gerade bin ich wieder in Bereitschaft. Ich sitze hier neben einer gepackten Krankenhaustasche, das Handy ist auf laut gestellt, es ist Freitagabend und ich bin nicht verabredet. Ich bin in Klausur, in Kontemplation, ich bereite mich auf den Sternenkind-Einsatz vor, der vor mir liegt. Wenn der Alarm los geht, klopfe ich mich kurz ab. Ziehe Ehrenamt – weil es allein einfach nicht geht. weiterlesen

“Und was machst du dann?” – “Auf den Herrgott warten, dass er mich erlöst.”

“Und was machst du dann?” – “Auf den Herrgott warten, dass er mich erlöst.”

Wenn Elsbeth* aufsteht, ist immer schon jemand da. Meist ist es Erika*, die die Vorhänge auf zieht, die Kissen ausschüttelt und Tee bringt. Morgens ist vieles klarer als später dann am Abend. Dass Georg* nicht im Bett neben ihr liegt, erscheint ihr irgendwie vertraut; sie wischt sich den Schlaf aus den Augen, richtet sich auf “Und was machst du dann?” – “Auf den Herrgott warten, dass er mich erlöst.” weiterlesen

Helmut liebt Clara liebt Jerry

Helmut liebt Clara liebt Jerry

“Mit dem Rollator geht alles besser”, sagt Helmut* – und fährt mir über die Füße. “Das Lenken geht aber noch nicht so gut”, fügt er gequält hinzu und beginnt, sich umständlich und ausschweifend zu entschuldigen. Alles Diskutieren hilft nichts, er besteht darauf, dass ich meinen Schuh und die Socken ausziehe und wir gucken, ob meinem Helmut liebt Clara liebt Jerry weiterlesen

“Ich finde es total okay, als Erde zu enden.” – Felix Meyer im Gespräch über Leben und Tod.

“Ich finde es total okay, als Erde zu enden.” – Felix Meyer im Gespräch über Leben und Tod.

Ich habe mich mit dem Sänger Felix Meyer auf meinem Lieblings-Friedhof hier in Berlin getroffen, um ein bisschen über Leben und Tod zu plauschen. Mit dabei hatte ich einen Briefumschlag mit 30 Fragen, aus denen er 5 ziehen und beantworten sollte, woraus sich ein schönes Gespräch entspann.  Jasmin: Und, welche Frage hast du? Hast du schon “Ich finde es total okay, als Erde zu enden.” – Felix Meyer im Gespräch über Leben und Tod. weiterlesen

190 Fragen – Version II

190 Fragen – Version II

Vor ein paar Jahren habe ich auf meinem anderen Blog schon einmal 190 Fragen zum Leben gestellt. Heute habe ich die mal aktualisiert und ein bisschen angepasst. Viel Spaß beim Selbstgespräch oder bei tiefgründigen und weingeschwängerten Gesprächen mit Freunden oder dem significant other. Bist du glücklich? Was macht dich glücklich? Und was macht dich unglücklich? 190 Fragen – Version II weiterlesen

#5Fragen an: Leo Fischer

#5Fragen an: Leo Fischer

Leo Fischer ist (leider) Satiriker und kennt sich daher schon von Berufs wegen mit den dunklen Seiten des Lebens aus (einer muss es ja tun). Weil er wirklich gar keinen Spaß mag, ist er auch noch PARTEI-Politiker, schreibt wichtige und wütende Kolumnen und ist in dunkle Machenschaften mit dem TITANIC-Magazin verstrickt (man munkelt in der #5Fragen an: Leo Fischer weiterlesen

#5Fragen an: Dirk Bernemann

#5Fragen an: Dirk Bernemann

In der Reihe #5Fragen werde ich künftig verschiedenen Personen Fragen zum Leben und Tod stellen. Den Auftakt gibt der deutsche Autor Dirk Bernemann. Was macht dich glücklich? Vieles. Kunst, die mich herausfordert. Das Interesse von Menschen an friedlicher Koexistenz. Ohne Schmerzen an guten Orten aufwachen. Die Liste ist endlos, gerade sind es Brokkolinudeln mit Chilli. #5Fragen an: Dirk Bernemann weiterlesen

Theo.

Theo.

Theo war vor einigen Jahren mein Nachbar und lebte 80 Meter von mir entfernt. Was uns unterschied: Ich lebte in einer Wohnung, er auf der Straße, „auf Platte“, wie Obdachlose ihre eigene Lebenssituation oft bezeichnen. Theo hatte keinen Becher, in dem man Geld hineinwerfen konnte, er hatte nur seine Thermoskannen, sein Radio und einen Einkaufswagen Theo. weiterlesen