#5Fragen an: Caro & Susann vom endlich-Podcast

#

Caro und Susann sprechen über den Tod, und zwar im Podcast “endlich”. Das Schöne daran ist, dass die Gespräche ganz normal und locker sind, unmittelbar und abwechslungsreich: mal lustig, mal traurig, mal ernst, mal mit viel Witz – genau so, wie es das Leben eben auch ist. Ich freue mich, dass sie fünf meiner Fragen beantwortet haben!

Was macht dich glücklich?

Caro: Schreiben, auf der Bühne stehen und sehr laut schreien, essen, schlafen und generell sehr viel im Bett liegen.

Susann: Ganz kleines Zeug macht mich glücklich: Wenn ein Witz zündet und ich mit jemandem lachen kann, wenn es draußen nach Frühling riecht, wenn der Käse über den Spaghetti perfekt geschmolzen ist. Außerdem: schmusen, zehenwackeln, morgens im Bett lesen.

Was wäre für dich ein “guter Tod”?

Caro: Ein Tod, auf den ich mich vorbereiten kann und die Menschen, die mir nah sind, auch. Aber ohne viele Schmerzen, wenn’s irgendwie geht.

Susann: Einer, bei dem ich meinen Schatten mitnehme, der keine dunkle Wolke bei denen hinterlässt, die mir nahe waren.

Wenn du einen Tag im Leben als eine andere Person verbringen könntest: Welche wäre das?

Caro: Joan Didion oder Bob Dylan. Ich würde 24 Stunden schreiben oder 24 Stunden Lieder machen.

Susann: David Bowie.

Wie stellst du dir deine Beerdigung vor?

Caro: Wie ich bin: ein bißchen zu viel von allem. Zu viel Pathos, zu viele Tränen, zu viel Schnaps, zu viel tanzen (obwohl: zu viel tanzen geht vielleicht gar nicht).

Susann: Erst bisschen peinlich, dann sollen alle weinen und zum Schluss wird es lustig, mit viel Alkohol und Musik.

Macht dir der Tod Angst?

Caro: Die Wucht des Todes ängstigt und fasziniert mich gleichzeitig. Weil sie das Potential hat, alles zu verändern, im Guten wie im Schlechten. Mein eigener Tod ängstigt mich nicht so sehr. Intensiv leben ist ein gutes Mittel gegen Todesangst.

Susann: Nein, mir macht der Tod keine Angst. Wenn ich mir vorstelle, dass ich sterbe, finde ich das absolut unverschämt, das kränkt mich, aber ich fürchte mich nicht. Angst habe ich davor, Menschen zu verlieren, die mir sehr nah sind.

Foto: © John Facenfield, links Susann, rechts Caro


Wenn ihr gut findet, was ich mache, könnt ihr mich unterstützen und mir über Paypal einen Kaffee schenken. Wobei das ein Trick ist, ich vertrage nämlich gar keinen Kaffee. Doch ich gebe viel Geld für Sternenkinder und ihre Familien aus (Fahrtkosten, Material, Porto für die Fotos, etc.), für Workshops, Ausbildungen und Therapie-Materialien. Wenn euch der Content also gefällt, sagt gern hi und tragt etwas zu bei, damit hier alles wachsen und gedeihen kann. <3 Damit helft ihr mir sehr. Danke!


Newsletter abonnieren:


 

Über die Autorin

Jasmin Schreiber

Hallo, mein Name ist Jasmin und ich bin Autorin, Illustratorin und Journalistin in Berlin. Früher war ich mal Biologin und bin immer schon fasziniert von den Themen Tod & Sterben. Mittlerweile arbeite ich ehrenamtlich als Fotografin für Sternenkinder und als Sterbebegleiterin und möchte das Tabuthema "Tod" für eine breitere Öffentlichkeit zugänglicher machen!

1 Kommentar

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.