Sternenkinder: Das erste und das letzte Bild.

Wenn wir uns kennenlernen, freut ihr euch einerseits, mich zu sehen, das sehe ich euch an. Ihr seid erleichtert, dass jemand da ist. Dass es etwas zu tun gibt, dass da noch eine Sache ist, die man erledigen muss, bevor die große Leere kommt. Doch gleichzeitig – und das deutlich stärker – wünscht ihr euch, dass ich nicht hier wäre. Dass ich nicht hätte kommen müssen. Denn der Grund dafür, dass ich nun in eurem Krankenzimmer, im Kreißsaal oder in der Pathologie stehe, ist ein Trauriger. Ich bin da, um einen Moment großer Freude und noch größeren Schmerzes zu dokumentieren. Ich bin Sternenkindfotografin. Und ich bin jetzt hier, weil euer Kind gestorben ist.

Ich weiß, dass ihr gerade überfordert seid, dass ihr erschöpft seid, dass sich alles so schwer anfühlt. Ihr habt kurz zuvor schlimme Nachrichten erhalten, schwere und viele Entscheidungen treffen müssen, körperliche und seelische Strapazen erdulden müssen, die noch nicht vorbei sind. Bevor wir uns kennenlernen, spreche ich erst noch mit der Hebamme, die mir kurz den Verlauf der Geburt schildert und mir sagt, was mit eurem Baby geschehen ist. Sie erklärt mir, in welchem seelischen Zustand ihr euch befindet, was es zu beachten gibt. Und dann betrete ich den Raum, ab jetzt bin ich in eurer Welt. Ich halte für euch die ersten Momente mit eurem Kind fest – erste Momente, die gleichzeitig die Letzten sind.

Ich habe meine Routine, denn Routine ist wichtig. Ihr sollt sehen: Ich habe alles im Griff. Ich weiß, was ich hier mache. Ihr müsst über nichts nachdenken, nicht noch mehr Entscheidungen treffen – ich mach das schon. Ich stelle meine Taschen ab, sage hallo, verschaffe mir einen Überblick, ich spreche das Kind beim Namen an, lasse mir von euch zeigen, was für einen wunderschönen kleinen Menschen ihr unter so großer Anstrengung erschaffen habt. Ich berühre die kleinen Hände mit hauchdünnen Fingernägeln. Die Nase, die so sehr nach Papa aussieht. Ich schaue in eure müden und verweinten Gesichter. Weiß, dass ihr das nette Menschen seid. Weiß, dass ihr das alles nicht verdient habt, weil das niemand verdient. Manchmal macht mich das alles so wütend, dass ich auf dem Rückweg aus dem Krankenhaus Zornestränen wegblinzeln muss, aber es ist eben so. Das ist das Leben, es verteilt Glück und Schmerz gleichermaßen mit vollen Händen. Wir möchten es zwar sehr, vor allem heutzutage, doch manche Dinge können wir einfach nicht kontrollieren.

“Hat er nicht Papas Ohren?” – “Ich glaube schon.”

Am Anfang setze ich mich nur zu euch und gebe euch Zeit, euch an meine Anwesenheit zu gewöhnen. Ihr teilt mit mir die Geschichte eurer kleinen Familie, erzählt, wie ihr euch kennengelernt habt. Wie es zur Schwangerschaft kam – nicht immer geplant. Wie ihr euch auf euer Kind eingestellt habt, wie glücklich ihr wart, wie ihr alle Vorbereitungen getroffen habt. Sprecht mit mir über den Opa, der angefangen hat, ein kleines Bettchen zu bauen, richtig oldschool, wie im Film. Ihr zeigt mir auf euren Handys den Berg Babyklamotten, den die künftige Oma gestrickt und gekauft hat, das vorbereitete Kinderzimmer, die ersten Ultraschall-Bilder. Manchmal greift ihr dabei nach meiner Hand, ohne es selbst zu merken. Ich ziehe sie nicht weg, höre weiter zu.

Als ich damit begann, verstorbene Babies zu fotografieren wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Ich hatte Angst, die Trauer im Zimmer nicht auszuhalten. Dass alles dunkel und schwer sei. Doch jedes Mal, wenn ich euch Mütter und Väter begegne, sind es Momente voller Liebe und Licht. Sobald ich den Raum betrete, steige ich ein, dann bin ich all-in und begleite euch auf einer kurzen Reise, auf der wir alle Gefühle, die es so gibt, im Schnelldurchlauf durchmachen. Ich bringe euch zum Lachen, ihr fasst euch an den Händen und strahlt stolz auf das Kind herab, das viel zu leise in euren Armen liegt. Ihr weint, wenn ihr daran denkt, dass ihr euer Kind nicht wachsen sehen werdet, und manchmal habe auch ich Tränen in den Augen, die ich hinter der Kamera verberge. Ihr sucht euch in den feinen Gesichtszügen. Sieht der kleine Mund nicht aus wie von der Mama? Ja, stimmt! Und die Ohren vom Papa.

Ich nehme euer Kind behutsam auf, halte es in meinem Arm, spreche mit ihm, weil ich weiß, dass euch das gut tut. Ich bestätige euch dadurch das, was ihr als Eltern natürlich wisst: Dass es ein echtes Kind ist, auch, wenn es nicht mehr lebt. Aber es ist da. Hier. Jetzt. Mit uns. Es ist real. Und ja, ihr seid richtige Eltern und nicht nur „fast“. All die Wochen und Monate habt ihr euer Kind geliebt, es behütet, euch gesorgt, mir ihm gesprochen, es durch den Bauch der Mama gestreichelt und versucht, alles richtig zu machen – alles Dinge, die Eltern eben tun. Man ist nicht erst eine Familie, wenn das Baby den Mutterleib verlässt.

“Bitte wach doch auf!”

Ich trage das Kleine hinüber zum Tisch und beginne, es vorzubereiten. Ihr habt Angst, etwas falsch zu machen, daher nehme ich euch das ab. Meine Handgriffe sind sicher und routiniert, ich weiß, wie man mit Sternenkindern umgeht, auch mit den ganz Kleinen. Dass man bei sehr frühen Babies vor allem aufpassen muss, die zarte Haut nicht einzureißen. Den Schädel nicht zu sehr zu drücken. Dass man auch bei den Großen vorsichtig vorgehen muss, dass man schnell arbeiten muss, damit sich nicht zu schnell Leichenflecken bilden – denn die machen euch Angst. Ich wasche Käseschmiere aus dem kleinen Gesichtchen, wickle euer Kind in Tücher oder ziehe ihm Klamotten an, die ich mitgebracht habe. Lasse euch die Farben aussuchen. Decke mit kleinen Mützchen und Söckchen Hautveränderungen und Missbildungen ab. Diese Fotos werdet ihr euren Eltern zeigen, den Geschwistern des Sternenkindes, euren Freunden. Ich inszeniere das Kind in einem mitgebrachten Körbchen so, als würde es nur schlafen. Lege Blumen dazu.

Später machen wir noch Bilder vom ganzen nackten Körper des Babys, nur für euch. Ich dokumentiere jeden Zentimeter eures Sternenkindes, an dem ihr euch gar nicht sattsehen könnt, es aber so schnell müsst. Alles wird von mir festgehalten. Das Lachen. Eure Liebe. All die Küsse und Streichler, aber auch der Schmerz. Das Weinen. Euer Schreien und Flehen, euer Kind möge doch bitte einfach aufwachen.

Oft fragt ihr mich: Warum wir? Und, wenn ihr gläubig seid: Was hat Gott sich dabei gedacht? Meine Antwort darauf ist immer ehrlich: Ich weiß es nicht. Ich möchte da nichts beschönigen, nichts verwischen. Es ist furchtbar und scheint so unglaublich grausam und sinnlos. Niemand wird je verstehen, wieso Schlechtes in der Welt passiert – doch diese Dinge geschehen. Und ich weiß, dass ihr stark genug seid, das auszuhalten.

Milch, Butter, Mangos, Trisomie 13

Die Frage danach, ob ihr vielleicht am Tod eures Kindes Schuld sein könntet, treibt euch um. Ihr Mütter sagt mir dann, dass ihr euch wie Versagerinnen fühlt. Entschuldigt euch, dass ihr das Baby nicht besser habt beschützen können in eurem Leib. Werft euch selbst vor, nicht gemerkt zu haben, dass das Kind im Bauch in einer Notsituation war. Wieso seid ihr nicht ins Krankenhaus gefahren, als es im Bauch ein bisschen zog? Die Frauenärztin sagte immer: Es ist normal, wenn es ab und zu zwickt und zwackt. Aber weiß man’s? In diesen Momenten lege ich die Kamera weg, höre zu. Ihr könnt nichts für all das. Manchmal geschieht so etwas unerwartet und spontan, manchmal war es eine diagnostizierte Krankheit und abzusehen. Da ich ursprünglich Biologin bin, sitze ich dann mit euch am Bett, beantworte die Fragen, die ich beantworten kann und zeichne Chromosomen auf Kassenzettel. Erkläre euch ganz in Ruhe, wo im Genom eine Mutation geschehen ist, durch die euer Baby dann so krank wurde. Es hilft euch, das anzuschauen. Macht es (be-)greifbarer. Die Zettel möchtet ihr behalten – X Chromosom, Trisomie 13, Butter, Milch, Mangos. Ihr tragt keine Schuld am Tod eures Kindes, egal, wie es dazu kam, auch, wenn ihr die Schwangerschaft unterbrechen lassen musstet, da es nicht lange gelebt hätte. Ihr habt alles getan, was ihr tun konntet, habt die Entscheidungen getroffen, die ihr treffen musstet.

Ich weiß, dass ihr euch in diesen Momenten sehr hilflos und auch allein fühlt. Es wirkt so, als würden alle anderen mühelos gesunde und quietschvergnügte Babies kriegen, nur euch bliebe dieses Glück versagt – doch das stimmt nicht. Jedes Jahr kommen in Deutschland mehr als 2000 Kinder still zur Welt – und das sind nur die Größeren. Kleinere Föten gelten einfach als Fehlgeburt, fließen in die Statistik nicht ein. Manche Frauenärzte sagen, dass insgesamt zahlenmäßig, also unter Einberechnung der Dunkelziffer, auf eine normale Geburt in Deutschland auch eine Tot- oder Fehlgeburt kommt – und niemand spricht gern darüber. Man hat euch vermutlich auch gesagt: Behaltet die Schwangerschaft bis zum 3. Monat für euch, es kann noch so viel schiefgehen! Das finde ich falsch. In diesen 3 Monaten seid ihr doch schon Eltern, ihr liebt, hibbelt, freut euch – dieses Glück muss man teilen. Doch es ist unsere Angst vorm Schmerz und vielleicht auch vorm Tod, die das alles unterbindet. Es könnte ja was schiefgehen, dann muss man das den anderen sagen. Die anderen belasten. Sie traurig machen. Ihr habt Schuldgefühle. Schämt euch. Manchmal weiß niemand überhaupt erst von der Schwangerschaft und ihr erzählt es niemals – ein Geheimnis zwischen dem Krankenhauspersonal, mir und euch.

Irgendwann muss ich euch allein lassen – noch.

Ich verbringe oft viele Stunden mit euch in eurem Zimmer oder im Kreißsaal. Manchmal esse ich sogar mit euch, wenn ihr mich darum bittet, ihr wollt mich oft gar nicht gehen lassen, um nicht mit der großen Leere allein zu sein. Dann sitzen wir da, jeder ein Krankenhaus-Tablett vor sich und sprechen über das Leben und den Tod, bevor ich beginne, meine Sachen zu packen. Denn irgendwann muss ich gehen, da führt kein Weg dran vorbei – und ihr müsst euch der Leere stellen, die kommt, sobald niemand anderes mehr im Raum ist. Das ist nötig und auch wichtig für euch und euren Heilungsprozess. Das kann euch niemand abnehmen, auch ich nicht. Ich erkläre noch die nächsten Schritte, wir tauschen Daten aus, ich suche mein Zubehör zusammen. Dann wünsche ich euch noch viel Kraft, verspreche, mich zu melden und verlasse den Raum.

Draußen lehne ich mich an die Wand, atme tief durch, rede noch kurz mit der Hebamme oder Schwester, lächle, spüre den freundlichen Druck von Händen auf meinem Unterarm. Ich fühle mich nie schlecht, wenn ich euch verlasse. Finde die Situation nie furchtbar, wie so viele Menschen vielleicht denken. Wieso auch? Das ist momentan mit die sinnvollste Sache, die ich in meinem Leben mache. Es freut mich, diese Momente für euch einfangen und festhalten zu können. Sehr oft sind es Momente voller Freude, trotz all des Trauer. Vielleicht bitte ich dann noch darum, jemanden von der Seelsorge zu euch dazu zu holen, falls das noch nicht geschehen ist – und dann gehe ich nach Hause. Mit dabei: Die ersten und letzten Bilder mit eurem Kind. Auf meiner Speicherkarte und in meinem Kopf. Für immer.


Wenn ihr gut findet, was ich mache, könnt ihr mich unterstützen und mir über Paypal einen Kaffee schenken. Wobei das ein Trick ist, ich vertrage nämlich gar keinen Kaffee. Doch ich gebe viel Geld für Sternenkinder und ihre Familien aus (Fahrtkosten, Material, Porto für die Fotos, etc.), für Workshops, Ausbildungen und Therapie-Materialien, damit ich die Eltern in Zukunft nicht mehr zurücklassen muss, sondern weiter begleiten kann. Wenn euch der Content also gefällt, sagt gern hi und tragt etwas zu bei, damit hier alles wachsen und gedeihen kann. <3


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25 Kommentare

  1. So eine wichtige Arbeit, die du da machst. Sitze hier im Büro und muss weinen. 🙁

    Aber toller Text!

    Antworten

  2. Ich habe wahnsinnig großen Respekt vor deiner Arbeit und möchte dir an dieser Stelle Danke sagen, für all die Mütter und Väter, denen du in so einer schwierigen Zeit beistehst. Danke.

    Antworten

  3. Danke.
    Auch wenn nicht du es warst, die uns fotografiert hat, so möchte ich dir dennoch danken. Denn die Arbeit von euch Sternenfotografen ist unglaublich wichtig.

    Antworten

    1. Hallo Petra, danke für deinen Kommentar! Es ist schön, dass du die Möglichkeit hattest, einen Sternenfotografen dabei zu haben <3 Alles Liebe euch!

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  4. Liebe Jasmin,

    ich hatte Tränen in den Augen beim Lesen. Ich finde es großartig, was du und andere Sternenkinderfotografen leisten. Auch dein Ziel, Sterbeamme zu werden, finde ich großartig. Ich habe dir eben ein bisschen was gespendet, nicht viel weil ich selber nicht viel Geld habe. Aber ich finde, dass solches gesellschaftliches Engagement unbedingt unterstützt gehört. Ich weiß von unserer Sternenkindfotografin, dass ihr alles selber zahlt. Sie hat unsere Tochter Lea fotografiert und wir sind unendlich dankbar für die Bilder. Auch, weil wir ihrem kleinen Bruder zeigen können, wie seine Schwester aussieht. Daher hoffe ich, dass noch viele Menschen sich aufraffen werden, und dir einen kleinen Betrag übermitteln, um dich zu unterstützen.

    Danke für alles,
    Anja

    Antworten

    1. Liebe Anja, das ist ja lieb – danke dir! Es freut mich zu hören, dass die Sternenkinder auch dir eine Fotografin vermitteln konnten und du dadurch bleibende Erinnerungen an deine Tochter hast <3 🙂

      Antworten

  5. Wunderbar zu wissen, dass es diese Möglichkeit der Erinnerung gibt, auch wenn ich natürlich hoffe, sie nie in Anspruch nehmen zu müssen. Habe einen kleinen Betrag überwiesen und hoffe, dass sich über viele kleine Spenden ein rentabler Betrag einfindet.
    Weiterhin viel Kraft für deine Aufgabe!

    Antworten

  6. Liebe Jasmin, ich weiss nicht so recht wie ich es beschreiben kann. Dennoch versuche ich es. Ich bin zutiefst berührt von Deinem Bericht. So geschrieben als wäre man dabei. Du lässt einem an all den Gefühlen teilhaben. Auch bei Gerdas Bericht ist es so. Dein Blog ist eine Perle. Vielen Dank!

    Antworten

  7. Hallo Jasmin,
    ich bin zwar generell ein sehr emotionaler Mensch, dieser Text hat mich aber über alle Maße berührt.
    Ich hatte nicht nur Tränen in den Augen, ich weine noch immer wie ein kleines Kind.
    So sehr hat mich bisher nicht ansatzweise ein Text emotional getroffen.
    Deine Arbeit ist wunderbar.
    Ich war im letzten Jahr in der Situation, noch nach den ersten Wochen, bei dem Abbruch der ungewollten Schwangerschaft meiner damaligen Partnerin dabei zu sein.
    Eigentlich konnte ich nur hilflos zusehen, wie sie diesen Weg gehen musste. Ich hätte sie den Weg aber niemals alleine gehen lassen.
    Bis heute beschäftigt mich es mich sehr. Obwohl es zeitlich kaum hätte weiter von einer Geburt hätte weg sein können.
    Ich kann mir nicht im Ansatz vorstellen, wie schmerzhaft es für frisch gewordene Eltern sein muss.
    Großer Respekt vor deiner Arbeit.
    Schön dass es Menschen wie dich gibt.
    Liebe Grüße – noch immer unter Tränen.

    Antworten

  8. Hallo Jasmin,
    tolle Sache, die Du da machst. Wir haben vor 16 Jahren unsere Tochter im Ausland verloren und es gab keinerlei Unterstützung für sie oder uns. Wie schön, dass es Menschen wie Dich gibt.
    Sehr schön auch die Geschichte von Gerda.
    Big hug.
    Anja

    Antworten

  9. Liebe Jasmin,
    habe nur zwei Texte gelesen und bin ganz still geworden. Herz weit, Augen feucht. Berührtheit und Schmerz, alles dicht beieinander. Wie so oft im Leben. So wunderbar, dass du deine Gaben (dein Herz und Mitgefühl, deine Kraft, das Fotografieren und deine wundervollen Worte) so lebst und teilst!
    Alles Liebe,
    Kerstin

    Antworten

  10. Vielen Dank für diesen schönen Bericht. Als Fotograf und Papa von zwei gesunden und zwei Sternenkindern frage ich mich immer wieder, warum ich mich noch nicht bei http://www.dein-sternenkind.eu angemeldet habe. Es sind wohl die Versagensängste, in diesem wichtigen Moment nicht zu funktionieren.

    Antworten

    1. Hallo Oliver! Die Versagensängste hatte ich damals auch. Es gibt aber die Möglichkeit, auch einfach mal als Zweitfotograf mitzukommen, um was zu lernen, wenn die Eltern für sowas offen sind. Oder bei Pathologie-Shootings nehm ich auch manchmal Anfänger mit, da kann man sich Zeit nehmen und verschiedene Dinge ausprobieren und darüber sprechen. Die Sternenkinder bieten auch immer Stammtische in verschiedenen Großstädten an, damit Interessierte dazukommen können und mal mit den “alten Hasen” reden um zu gucken, ob das was für sie ist.

      Liebe Grüße!

      Antworten

  11. Hallo Jasmin. Ich habe jetzt mehrere deiner wundervollen Storys gelesen. Ich fühlte mich, als wäre ich dabei, als wäre ich stiller Zuschauer dieser verschiedener Situationen. Ich bin unglaublich ergriffen und zolle dir riesigen Respekt für deine vielfältige Arbeit. Vielen Dank, dass es solch bemerkenswerten Menschen wie dich gibt und Danke das du uns Teil haben lässt.

    Antworten

  12. ich bin mami, fotografin und sprachlos…vielen dank für deine arbeit die du tust, für deine zeit und dein zuhören.
    habe schon lange nicht mehr etwas so wertvolles gesehen wie deine arbeit!

    Antworten

  13. Liebe Jasmin,

    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und bin sehr berührt. Ich habe selbst eine Sternenkind-Schwester und ich hätte mir so sehr jemanden wie dich gewünscht. Ich war selbst noch halb Kind damals, jugendlich und hilflos. Ohne Möglichkeit, meine Schwester kennen zu lernen. Ich wusste überhaupt nicht, dass es für solche Kinder Fotografen gibt, und dass es Sterbeammen gibt, das wusste ich auch nicht. Dass du dich dazu entschlossen hast, diesen Weg zu gehen und Menschen zu begleiten, das finde ich krass und krass gut und es berührt mich sehr. Ich bin dir dankbar. Dankbar, dass andere die Chance kriegen, ihr Kind gebührend zu begrüßen und zu verabschieden. Und dankbar, dass du uns in den Kontakt mit dem Thema Tod bringst.

    Eine wichtige Aufgabe, wie ich finde, und gerade habe ich dir eine Spende geschickt. Auf dass sie dir weiterhelfen möge.

    Vielen Dank für das, was du tust,
    liebe Grüße,
    Christina

    Antworten

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